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Das
Schachmuseum Ströbeck lädt
zu einem Rundgang ein
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Im 11. Jahrhundert
setzte ein Halberstädter Bischof einen vom Kriegszug
mitgebrachten Gefangenen im Ströbecker Wehrturm fest. Bauern des
Dorfes bewachten den schachkundigen Fürsten und erlernten bei ihm
das königliche Spiel. |
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In der unteren Etage des Museums sind Exponate zur Ortsgeschichte, historische Schachkostüme, Schachliteratur und
Freundschafts- und Jubiläumsgeschenke des Ströbecker Schachvereins ausgestellt.
Eine Fernsehsitzecke bietet Platz für rund 25 Besucher. Hier sind
Videofilme aus älterer und jüngster Zeit über das Schachdorf zu sehen.
Erwähnenswert ist hier besonders ein
zehnminütiges Monochrom-Filmdokument über Ströbeck aus dem Jahre 1940. |
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Im oberen Stockwerk des Museums fällt der Blick zunächst auf die Abteilung
"Schach als Unterrichtsfach seit 1823" . Auf einer Ehrentafel sind die
Gewinner der Schachbretter und Figuren bis zur Gegenwart genannt.
Auch Lehrprogramme und Arbeitsblätter für den Schachunterricht an der Ströbecker Schule sowie Zeugnisse
mit Schachzensuren kann der Besucher hier einsehen.
Auf Schrifttafeln sind alle Schachgroßmeister mit Bildern und Ergebnissen aufgeführt
die von 1926 bis jetzt in Ströbeck Simultanschach spielten.(u.a.: Dr. Bertold Lasker, Bogoljubow, A.Suetin, M.Tal, W. Uhlmann..)
Anhand der ständigen Ausstellung "Ströbeck durch die Jahrhunderte" kann man sich mittels historischer
Bild- und Textdokumente, Volkstrachten und Schachkostüme ein Bild von der wechselvollen interessanten Ortsgeschichte Ströbecks machen.
Als Leihgaben wurden einige wertvolle Exponate vom Städtischen Museum Halberstadt zur Verfügung gestellt. Zu sehen sind die Ströbecker Prunkschale, die 1929 beim Anlegen einer Kiesgrube gefunden wurde, die Vereinsfahne des Arbeiter-Radfahrer-Bundes "Solidarität" von 1922 und ein "Courierschachbrett" mit 96 Feldern von 1817 (s.o.).
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Im
Schachmuseum Ströbeck finden Sie Schachfiguren aus aller
Welt.
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In der Ausstellung sind
exotische Schachspiele verschiedener Völker zu sehen, in
welchen sich deren Kultur widerspiegelt. So zum Beispiel
ein Grönland Schachspiel mit Eskimofiguren und Iglu.
Sehenswert sind die chinesischen Schachspiele mit
Tempelbauten und unterschiedlichen Bauerngestalten, die für
die acht unsterblichen Götter stehen. Als Prunkstück und
wahrscheinlich wertvollstes Exponat des Museums gilt das
Geschenk des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm aus dem
Jahre 1651, welches das Brandenburger Wappen und
eine Inschrift trägt. Die dazugehörigen Silberfiguren
sind leider abhanden gekommen. Auf der Rückseite dieses
Brettes ist das Curierspiel mit den 96 Feldern möglich.
Dafür hat eine Schülergruppe die zwölf
"Offiziere" (zu den acht bekannten Figuren
kommen ein "Man", ein "Schleich" und
zwei "Curiere" hinzu), sowie die zwölf Soldaten
in Weiß und Schwarz nachgebildet, womit eine Abart des
uns bekannten Schachspiels veranschaulicht wird.
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Die Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Donnerstag von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Samstag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Sonntag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Besuchergruppen können auch jederzeit gern andere Termine mit dem Museumsleiter Herrn Cacek oder mit der Museumsmitarbeiterin Frau Jung vereinbaren Tel: 039427/ 99 850
Wussten Sie schon...
..dass in Ströbeck vom 13. bis zum 19. Jahrhundert das
"Curier - Schach" gespielt wurde?
...dass aus dem Curier - Schach das "verkleinerte" Ströbecker Schach hervorgegangen ist?
...dass die Ströbecker Bauern jedem neuen Landesfürsten beim Thronwechsel ein silbernes Schachspiel überreichen mussten, um die gewährte Steuerfreiheit neu zu erlangen?
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